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Bevor man sich ein Kätzchen als neues Familienmitglied ins Haus holt, sollte man daran denken, dass es sich um ein Lebewesen handelt, für welches man bis zu über 20 Jahren die Verantwortung übernimmt. Es braucht Pflege und sehr viel Zuwendung.

Eine Katze im Haus kann gleichermassen beruhigend wie belebend wirken. Mal ist sie liebevoll und schmusig, kann aber auch frech sein. Eine schnurrende Katze auf dem Schoss lässt die Welt draussen vergessen, Stress und Hektik scheinen plötzlich nicht mehr zu existieren.

Wenn man nun sein erstes Kätzchen kaufen will treten eine Menge Fragen auf, über Gefahren, Erstausstattung, Erziehung, Pflege, Ernährung, etc. Diese Seiten sollen  eine kleine Hilfestellung geben, was man so beachten sollte.

Es gibt vielerlei Möglichkeiten eine Katze zu bekommen, will man sich aber eine Rassekatze zulegen, so sollte man einen Züchter persönlich aufsuchen und sich über seine Lieblingskatze informieren. Hat man dann sein Kätzchen gefunden und will es zu einem bestimmten Zeitpunkt abholen, sollte man vorher schon einige Vorbereitungen treffen, damit es sich gleich wohlfühlt und dem Kätzchen nichts fehlt.

Katzen passen sich dem Menschen nicht an, sondern sie tolerieren ihn neben sich, geniessen die Annehmlichkeiten der häuslichen Umgebung, ohne dabei ihre Unabhängigkeit aufzugeben. Deshalb verlangen Katzen auch sehr wenig vom Menschen, sie brauchen aber, besonders in ihren ersten Lebensjahr viel Zuwendung und regelmässiges Spielen.

1. Mögliche Gefahrenquellen im neuen Zuhause beseitigen oder erkennen

Abstürzen: Balkone und offene Fenster

Einklemmen:Türen umsichtig öffnen oder schliessen, gekippte Fenster können eine Falle sein, wo  Katzen hängen bleiben und sich strangulieren.

Ersticken: Plastiktüten, offene Schubladen, Waschmaschine etc.

Verbrennen: heiße Herdplatten, Kamin, Bügeleisen, Kerzen, etc.

Verletzen: Nähnadeln, Schnürre, Bänder, Nägel

Vergiften: Es gibt sehr viele Pflanzen, die  für Katzen giftig sind, Alpenveilchen, Azalee, Dieffenbachie, Efeu, Maiglöckchen, Narzissen, Weihnachtsstern, u.v.m.Katzenfreundliche Pflanzen sind dagegen: Gras, Grünlilie, Schnittlauch, Katzenminze und Baldrian.

Wasch- u. Putzmittel, Medikamente

 Ein kleines Kätzchen kennt keine Gefahren, also muss man sie für die Katze erkennen und beseitigen. Alles was für Kinder gefährlich ist gilt auch für Kätzchen!

2.Grundausstattung für das Kätzchen

 Transportkorb:Hier drin wird auch die Katze abgeholt und zu seinem neuen Zuhause gebracht. Weiterhin wird er benötigt bei Wahrnehmung von Arztterminen. Ratsam aus Kunststoff, da leicht zu reinigen.

Katzenkorb: als Schlaf und Ruheplatz. Hierbei spielt es keine Rolle ob er aus Stoff, Korb, oder einfach nur selbstgemacht aus Holz oder Pappe ist. An einem ruhigen zugfreien Ort aufstellen mit einem waschbaren Polster darin. Es kann jedoch sein, dass sich die Katze einen anderen Ort aussucht, dieses sollte man dann tolerieren.

Katzenklo: Absolut erforderlich mit Katzenstreu und Schaufel. Das Katzenklo sollte jederzeit zugänglich sein und mit mindestens 5 cm hoher Streu gefüllt sein. Hier sehr gut ein Streu, welches nicht sooft gewechselt werden muss. Man entfernt täglich mit der Schaufel die Exkremente und füllt bei Bedarf neues Streu auf. Reinigen sie regelmässig das Katzenklo mit warmen Wasser ohne Haushaltsreiniger. Katzen haben empfindliche Nasen und mögen diese Gerüche gar nicht.

Futter-u.Wassernapf: sollte immer sauber sein und mit frischem Wasser gefüllt sein.

Kratzbaum: Es gibt sehr viele unterschiedliche Kratzbäume zu kaufen, man kann jedoch auch selbst einen Kratzbaum bauen, aus Teppichresten, Holz, Seil, Baumstämmen. Hier sind keine Grenzen gesetzt. Jedoch ist es empfehlenswert einen möglichst hohen Kratzbaum für die Katze zu haben, damit sich die Katze beim Kratzen auch richtig recken kann und nicht ins Hohlkreuz verfällt. Zudem lieben es die meisten Katzen, oben zu liegen und über alles den Überblick zu haben. Wichtig ist es auch, dass der Kratzbaum sehr fest steht und nicht wackelt.

Kamm und Bürste: Die Fellpflege wird erst spielerisch aufgenommen und sollte dann zur Routine werden. Hierdurch helfen Sie auch der Katze, indem sie die losen Haare entfernen, welche sie ansonsten bei ihrer täglichen Fellpflege verschlucken würde. Zudem sollten Sie hierbei auf Flöhe, Zecken und Milben achten

 Spielzeug: Gerade junge Katzen brauchen ihre Spielzeiten und sie sollten sich auch regelmässig dafür Zeit nehmen. Es gibt eine Vielfalt von Katzenspielzeug zu kaufen, aber Katzen spielen auch sehr gerne mit Pappkartons, in denen Löcher sind, Garnrollen, Wollknäuel, leere Papprollen etc. Durch das Spiel wird Mut, Geschicklichkeit und die Beziehung zum Mensch entwickelt. Sie üben alle Bewegungen, die sie beim Jagen ausüben würden, anschleichen, springen, haschen nach der Beute, verfolgen sie oder fliehen. Dieser Tatendrang muss durch das Spiel befriedigt werden, da sonst die Katze tödliche Langeweile empfindet, unzufrieden und unglücklich wird. Also spielen Sie regelmässig mit ihrer Katze. Hierbei kann man auch feststellen, dass es für die Katze besser ist, wenn sie nicht alleine sondern mit einer zweiten Katze aufwächst und zusammenlebt.

3. Die Eingewöhnung

Wenn man sein neues Familienmitglied nun abholt, sollte man eine ruhige Zeit dafür einplanen, ohne viel Besuch oder Feiern. Die ersten Tage sind sehr prägend für die glückliche Beziehung zwischen ihnen und ihrem neuen Familienmitglied, braucht deshalb eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Der Katze muss die Möglichkeit gegeben werden alle Zimmer und Räume in Ruhe zu erkunden und zu erforschen, damit sie sich hier auch Zuhause fühlt . Auf alle Fälle sollten Sie sich in der Eingewöhnungszeit sehr viel Zeit für ihre Katze nehmen und auch regelmässig mit ihr Spielen.

Sollten Sie noch andere Haustiere besitzen, so ist Umsicht und Vorsicht geboten. Man sollte das Kätzchen mindestens 3 Tage von einer anderen Katze trennen, bis es den häuslichen Geruch angenommen hat. Und dann vorsichtig sich kennenlernen, ansonsten können die Tiere Feinde fürs Leben werden anstatt Freunde. Hierbei geht man am besten mit sehr viel Fingerspitzengefühl vor. Die Gewöhnung kann sehr einfach und schnell, aber auch sehr lange dauern.

 

4.Erziehung

Bis zu einem gewissen Grad lassen sich auch Katzen erziehen. Es ist sehr wichtig, dass Sie sehr ruhig mit ihrer Katze sprechen. Erziehung wird am erfolgreichsten im Spiel vermittelt und dadurch, dass sie einfache Wörter, die Sie benutzen, durch Wiederholung nach einiger Zeit mit Dingen verbinden lernt, die sie darf oder nicht.Benutzen Sie hierbei Worte wie: nein, Pfui, runter oder raus. Und schreien Sie niemals ihre Katze an!!! Der Tonfall sollte immer ruhig sein. Sehr hilfreich bei der Erziehung sind auch kleine Belohnungen. Macht das Kätzchen etwas gut, geben Sie ruhig ein kleines Leckerlie, z.B. wenn Sie es beim Namen rufen und es dann kommt. Rufen Sie jedoch niemals mit seinem Namen, wenn Sie etwas Unangenehmes mit ihm anstellen. Weiterhin strafen und züchtigen Sie niemals die Katze, denn damit zerstören Sie für immer das Verhältnis zwischen ihnen.

Der Gang zur Toilette ist meistens keine Schwierigkeit, da die Katzen es schon sehr früh von ihrer Mutter beigebracht bekommen. Sie müssen ihrem Kätzchen nur den neuen Ort zeigen. Auch gleich nach dem Aufwachen und nach dem Fressen zeigen Sie ihm wo es hingehen muss. Sollte dennoch einmal ein Malheur auf dem Teppich passieren, stupsen Sie niemals ihr Kätzchen mit der Nase hinein. Erstens versteht das Kätzchen den Zusammenhang nicht und zudem würde es sehr scheu und ängstlich Ihnen und ihrer Hand gegenüber, die ihm ein solch unangenehmes Ereignis beschert.

Damit ihre Katze gar nicht erst in Versuchung kommt die Möbel als Kratzfläche zu benutzen, zeigen Sie ihr gleich am Anfang den Umgang mit dem Kratzbaum. Stellen Sie ihn möglichst zentral auf und kratzen mit den Fingern am Stamm. Katzen lernen sehr schnell und auch hier kann man mit Belohnung sehr schnell den Erfolg erzielen. Hat ihre Katze den Kratzbaum angenommen können Sie ihn auch woanders plazieren. Hilfreich ist es manchmal auch den Kratzbaum mit Katzenminze einzureiben. Sollte es dennoch einmal an den Möbeln kratzen, sprechen Sie ein deutliches “nein” aus.

5.Pflege

Gewöhnen Sie ihr Kätzchen gleich an Bürste und Kamm, indem Sie regelmässig damit die losen Haare entfernen, die das Kätzchen ansonsten verschlucken würde. Dadurch vermeiden Sie auch, dass sich Haarballen bilden, die dann heraus gewürgt werden oder Probleme im Darm verursachen können. Um diesen Problemen entgegenzuwirken gibt es auch sehr gute Pasten im Tierhandel, wodurch die Haarballen problemlos ausgeschieden werden. Die Hauptfellpflege besorgt aber die Katze selber, da sie sich ständig nach einem bestimmten Schema putzt. Sehen Sie aber dabei auch einmal nach Parasiten, wie Flöhen etc., die jede Katze sich einmal einhandeln kann.

Ab und zu tränen einmal die Augen der Katzen und es bildet sich eine feste Masse in den Augenwinkeln. Säubern Sie diese vorsichtig mit einem feuchten Wattepad. Bei gelblichen Rückständen, oder wenn die Augen auffällig tränen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Auch die Ohren können Sie ab und zu mit einem feuchten Baumwolltupfer reinigen. Sollte ihr Kätzchen sich jedoch ständig am Ohr kratzen, oder den Kopf häufig schütteln, so ist einTierarztbesuch angebracht.

6.Ernährung

Eine richtige Ernährung hält die Katze gesund. Junge Katzen bis 9 Monate benötigen ständigen Zugang zu Ihrem Futter und Wasser, oder mindestens 4-5 Portionen am Tag, da sie nur kleine Portionen fressen können. Trockenfutter kann auch den ganzen Tag stehen bleiben. Nassfutter sollte nur soviel hingestellt werden wie gefressen wird, da es sonst sauer und unverträglich für die Katze wird.

Beim Trockenfutter sollte man schon auf eine hochwertige Marke achten, die zwar deutlich teurer ist, aber durch hohe Verdaulichkeit auch sehr sparsam im Verbrauch. Auch besteht hier keine Gefahr des Bildens von Harngries. Hier gibt es auch für jedes Katzenalter das spezielle Trockenfutter. Trockenfutter hat auch noch den guten Nebeneffekt, dass es durch die harte Konsistenz Zähne und Kaumuskulatur beansprucht und gesund erhält.

Man kann aber auch halbtrocknes Futter, Feuchtfutter oder selbstzubereitetes Futter (muss aber genauen Inhalten entsprechen) geben. Oder man gibt ihnen Trockenfutter und 1 x täglich Feuchtfutter. Es kommt ganz auf den Geschmack des Kätzchens an und man muss auch hier ausprobieren, was ihm schmeckt. Aber niemals abrupt von einer Sorte zur anderen wechseln, denn das kann der Katze Probleme bereiten. Bei der Menge richten Sie sich nach den Herstellerangaben.

Das Hauptgetränk einer Katze besteht aus frischem Wasser. Milch vertragen Katzen gar nicht. Dann sollte man lieber ab und zu spezielle Katzenmilch geben, denn die enthält weniger Milchzucker(Laktose).Es ist dann eine Nahrungsergänzung und kein Durstlöscher.

Und ab und zu sollte auch Katzengras bereitstehen.

Verträgt ihre Katze das Futter gut, frisst gern, trinkt genug, der Kot ist in Ordnung, sie ist fit wie ein Turnschuh, hat glänzendes Fell-- dann haben Sie das richtige Futter gefunden!!!

Sollten Sie noch weitere und speziellere Fragen haben, so können Sie sich auch jederzeit an einen Tierarzt wenden. Einen guten Tierarzt sollten Sie sich auch schon vor dem Kauf ihres Kätzchens suchen, denn er ist ein wichtiger Partner, den Sie sicherlich des öfteren benötigen.